Vereinsgeschichte

Vereinshaus WSVD

Vereinsgeschichte

Vereinsgeschichte Haus

Eine handvoll beherzter Männer hob den Verein am 13. März 1893 als reine Rudergesellschaft aus der Taufe. Das erste Bootshaus war ein alter Werkschuppen am Oberkasseler Ufer. Wenn drüben ein Ruderer oder ein Steuermann für eine Mannschaft gesucht wurde oder wenn, was noch wichtiger war, eine Bowle bereit stand, flatterte am Vereinsmast das „Suffläppke“, ein Brauch, der leider aus der Mode gekommen ist.

Die erste Herberge musste der 1898 eingeweihten Rheinbrücke weichen. Danach wurden zwei Salondampfer, zunächst die „Friede“ und danach die „Wilhelm“ auf der rechten Rheinseite, unweit von Lambertus, das viel bestaunte Obdach des WSVD. Das Vereinsleben begann zu florieren. Zum fleißig betriebenen Wanderrudern in entfernte Gebiete kam immer häufiger die Teilnahme an rennruderischen Wettbewerben. Diese sahen den Verein zunehmend auf dem Siegertreppchen. Es wurde eine Schülerabteilung und später eine Damenriege gegründet.

1923 konnte an der Rotterdamer Straße der „tollkühne Plan“ verwirklicht werden, ein feines Obdach, das „Haus am Rhein“, zu errichten. Geräumige Bootshallen und ein Ruderbecken erlebten ihre sportliche Nutzung, gastronomische Räume die Gestaltung von rauschenden Festen, die in der Stadt beispielhaft waren. Der WSVD ereichte damals wenigstens für ein Jahrzehnt mit seinem nicht wieder erreichten Mitgliederstand seine Blütezeit.

Nach dem 2. Weltkrieg war zunächst jeder Sportlichkeit ein Ende gesetzt, da die Briten das Bootshaus als Clubhaus vereinnahmten und auf dem Bootsplatz einen Swimmingpool aushoben. Nach vielerlei Hilfeersuchen, selbst beim britischen Prinzgemahl, konnte das Clubhaus schließlich zurückgewonnen werden und der Verein sah wieder bessere Zeiten.

1962 wurde eine Yachtabteilung gegründet, die heute zum festen Bestandteil des WSVD gehört. Die Beschädigungen am Haus in der Kriegs- und Nachkriegszeit machten 1987 einen Neubau notwendig. Die Kosten konnten nur mit Hilfe eines Investors getragen werden. Der WSVD konnte allerdings das Eigentum an den von ihm genutzten Räumlichkeiten erhalten.

Heute verfügt der Verein über gastronomische Räumlichkeiten mit großer Terrasse, eine große Bootshalle, eine Werkstatt, ein Ruderbecken, einen Fitnessraum mit modernen Geräten und eine neue, hochwassersichere Steganlage für Segelboote und Motoryachten. Der Bootsbestand der Ruderabteilung bietet vom Einer bis zum fußgesteuerten Fünfer alle Bootstypen, die für das Rudern auf dem Rhein geeignet sind. Die schlanken Rennboote, darunter ein Achter, haben Unterkunft im Industriehafen, wo die Vereinsjugend wieder erfolgreich trainiert.